Dreharbeiten für ARD-Spielfilm "Ein toller Fang" in Dahme

In der Osterwoche wird in Dahme der ARD Degeto Film "Ein toller Fang" des Regisseurs Matthias Tiefenbacher  eingespielt. Nach ein paar Tagen im Niendorfer Hafen wird jetzt hier im Ort und am Strand gedreht. Auf dem P-Platz vor dem Strandhotel wurde eine Filmstadt eingerichtet. Der Redaktionsleiter von der ARD Degeto berichtet dass der Film schon im Herbst 2021 zu bester Sendezeit gezeigt werden soll. Er freut sich über die Unterstützung hier im Ort und insbesonders durch Bürgermeister Knoll. Es handelt sich um einen Familienfilm über die Küstenfischerin Heddi (Anneke Kim Sarnau), der die Fischereiaufsicht das Leben schwer macht. Als sie ihre alleinerziehende Tochter und Klimaaktivistin Eva (Zoe Moore) mit Enkel trifft wird es Zeit sich den ungelösten Fragen der Vergangenheit zu stellen. 

Wir wünschen dem Filmteam viel Glück bei der Arbeit und einen angenehmen Aufenthalt in Dahme.

Dahmer Profile: Friedrich Dahl

Karl Friedrich Theodor Dahl (1856 – 1929) wurde in einer Bauern- und Fischerkate an der Rosenhofer Brök geboren, ein paar hundert Meter vor dem Ende des Deiches bei Rosenfelde. Aber damals gab es ja noch keinen Deich sondern nur einen Durchlass (Sperre) zum Gruber See. Zwei Jahre später erwarb sein Vater den Hof Bokhorst zwischen Dahme und Kellenhusen, wo der Knabe dann auch zur Schule ging.  Man kann sich wundern wie ein Junge aus unserer Ecke an den  Universitäten in Leipzig, Freiburg, Berlin und Kiel  Biologie und Zoologie studieren konnte. 1887 promovierte er und wurde er Privatdozent für Zoologie  an der Universität Kiel. Er unternahm Reisen in das Baltikum und war 1889 Teilnehmer der Plankton-Expedition der Alexander-von-Humboldt Stiftung teil.

1890 wanderte seine Frau Maria (1872 – 1972), ebenfalls Biologin, aus der Ukraine nach Kiel aus, wo sie sich kennen lernten. Berühmt wurde Dahl er durch eine Forschungsreise auf den Bismarck-Archipel (heutiges Neu Guinea), wo er eine umfangreiche Sammlung von Vogelbälgen, Nestern und Eiern anlegte. 1898 wurde er Kustos am Zoologischen Museum Berlin.

Sein Spezialgebiet waren Spinnen, aber auf seinen Forschungsreisen hat er sich auch viel mit anderen Tiergruppen beschäftigt was die Grundlage für sein 1925 herausgegebenes Hauptwerk die wissenschaftliche Bücherreihe “Die Tierwelt Deutschlands und der angrenzenden Meeresteile nach ihren Merkmalen und nach ihrer Lebensweise“ legte. Nach seinem Tod 1929 wurde diese Buchreihe bis 1968 von seiner Frau als Herausgeberin weiter geführt. Die international anerkannte Reihe erscheint noch heute, zuletzt 2018 mit dem Band 84 über Köcherfliegen.

 

Dahl hatte schon 1908 den Begriff „Biotop“ geprägt, also Pflanzen und Tiere als Teile einer Lebensgemeinschaft in einem bestimmten Lebensraum betrachtet. Das war damals durchaus neu und hat zu dem internationalen Erfolg der Reihe beigetragen.

 

Friedrich und Maria Dahl hatten vier Kinder und  ließen sich 1926 ein großes Haus an der Dahmer Steilküste bauen. Man kann verstehen wie Dahl trotz seiner vielen Reisen und akademischen Verdienste sich immer wieder zu seiner Heimat an der Ostseeküste hingezogen fühlte.

 

In einer Sturmflut im Eiswinter 1946 wurden ca. 9 m der Küstenlinie an dem Küstenabschnittes seines Hauses weggespült und große Teile des Hauses stürzten in die Fluten. Ich kann mich noch erinnern wie wir als Jungs in den Kellerräumen des Hauses spielten. Heute verläuft die Abbruchkante westlich des damaligen Hauses, von dem nichts mehr zu sehen ist.

                                                                                                                                                                                           Jürgen Möller, März 2021

 

 

Brücke in den Wald

 

 

 

Die seit mehreren Jahren abgerissene Brücke vom Kelllenhusener Weg in den Wald wird bald durch eine neue Brücke ersetzt. Der beliebte Wanderweg in das Dahmer Gehege wird vielleicht schon zu Ostern 2021 wieder geöffnet.

Dahme Bücher wieder erhältlich

Zum Jahreswechsel waren die ersten Auflagen der beiden Bücher "Dahme - Biographie eines Ostseebades" und "Fischer und Nett'n" vergriffen. Als Herausgeber gibt der Heimat- und Kulturverein jetzt einen Nachdruck der "Biographie" und eine erweiterte zweite Auflage  der Anthologie über die Dahmer Fischer heraus. Beide werden zu unverändertem Preis vom Tourismus Service Dahme vertrieben. Adresse: Seestr. 50, 23747 Dahme, Telefon 04364, E-Mail: info@dahme.com 


Wintergruß aus dem Ostseebad Dahme


Petersdorfer Montagsmaler auf der Dahmer Kunstmeile

Seit 2019 laden Henrike Rauert und Inge Schneider an Montagen mehr oder weniger regelmäßig in der Alten Schule in Petersdorf zum "Offenen Malen" ein. Willkommen sind alle, die in einer kreativen Gemeinschaft an ihren Bilder arbeiten, Neues ausprobieren oder Bewährtes weiter verfolgen möchten. Jetzt haben fünf der Montagsmaler sich entschlossen an der Dahmer Kunstmeile 2020/21 auszustellen. Zu sehen sind Werke von Andrea Brinkmann, Horst Müller, Henrike Rauert, Ingeborg Schneider und Thomas Sieks.


Albrecht Theurer auf der Dahmer Kunstmeile 2020-21

Nach Theurer kommunizieren die drei Objekte miteinander, "sie erzählen sich Geschichten". Für ihn war es neu mit der Entwicklung von Skulpturen aus Beton/ Zinnguss und Kupfer zu arbeiten, die der Witterung ausgesetzt sind. Salzwassergischt, Stürme und Seevögel werden neben dem Wetter sicherlich ihre Spuren hinterlassen. Weitere Objekte sind in den Ausstellungsfenstern zu sehen.


Fischerverein ausgezeichnet

Für die Bewahrung von Tradition und für den wertvollen Beitrag zur Darstellung unseres Ostseebades nach außen ging die Auszeichnung 2020 des Heimat- und Kulturvereins an den Fischerverein von 1913 in Dahme.

In einer kleinen Zeremonie im Haus am Nordstrand wurde die Arbeit des Fischervereins gewürdigt. "Er ist Teil unseres Selbstverständnisses, ein Markenkern unseres Ostseebades und wichtiger Bestandteil unserer kulturellen Darstellung", wie der stellvertretende Bürgermeister Sven Rohr erklärte.

Gleichzeitig wurde das Buch "Fischer und Nett'n" einem größeren Publikum vorgestellt. 

 


HuK Buch Fischer und Nett'n

Auf 167 reich bebilderten Seiten erzählt Uwe Landschoof 28 Geschichten aus einer Zeit, die er selber noch miterlebt hat. Er bewahrt damit für die interessierte Nachwelt eine Vielfalt von Erinnerungen und setzt mit diesem Buch den Dahmer Fischern ein Denkmal für ihr mühevolles Wirken auf See und an Land.

Das Buch ist erhältlich im Kaufhaus Puck in Dahme oder beim Heimat- und Kulturverein. Bestellungen über info@wirliebendahme.de ,

Preis 15 Euro.


Dahmer Kunstmeile 2020/2021

Machen wir den Herbst und Winter doch etwas bunter dachte sich Renate Luise Ackermann vom Heimat- und Kulturverein und führte Gewerbetreibende und Künstler zusammen um etwas Farbe in die Nachsaison und Vorsaison zu bringen.
Kurzer Hand wurde damit begonnen die Dahmer Strandpromenade in eine Kunstmeile umzufunktionieren. Wechselnde Künstler aus nah und fern haben die Möglichkeit sich darstellen zu können. Auf diese Weise werden uns vielfältige Formen und Farben durch die dunkle Jahreszeit begleiten.
Wer sich dieses Ereignis nicht entgehen lassen möchte, hat von November 2020 bis März 2021 Zeit, sich das Wechselspiel der Kunstwerke anzusehen. Sven Rohr (DWG), Vorsitzender des Tourismus- und Kulturausschusses: „ Wenn ehrenamtliche Kreativität auf gemeinschaftliches Engagement und gemeindliche Unterstützung trifft, können wir in Dahme viel bewegen. Ein großes Dankeschön an alle, die mit ihrer Hilfe und Unterstützung zum Gelingen dieser Aktion beitragen.“


Erste Bewertung des Buches über Dahme

„Dahme – Biographie eines Ostseebades“
Auf ein Buch mit diesem Titel müssten – so meine ich – alle Dahmerinnen und Dahmer, aber auch alle Freundinnnen und Freunde Dahmes schon längst gewartet haben. Nun ist es endlich erschienen! Dieses umfassende und informative Werk über die Geschichte und Gegenwart Dahmes gibt Auskunft über alles, was der interessierte Leser über unseren Ort wissen möchte.
Als Neubürger Dahmes, der vor mehr als  17 Jahren zugezogen ist (sich aber inzwischen gut  eingebürgert fühlt), habe ich mich sofort mit großer Neugier in das Buch vertieft. Für die Geschichte und das aktuelle gesellschaftliche und politische Geschehen in meiner neuen Heimatgemeinde habe ich mich von Beginn an sehr interessiert. Deshalb habe ich auch die Gründung eines Heimat- und Kulturvereins begrüßt, dem ich seit dem ersten Tag als Mitglied angehöre. Die in den wenigen Jahren seit der Gründung entwickelten zahlreichen Aktivitäten des Vereins verdienen bereits heute höchsten Respekt, aber die Herausgabe dieser Dahme-Biographie ist noch einmal ein besonderes Highlight.
Man kann nur erahnen, mit welchem Zeitaufwand und welcher Mühe Jürgen Möller als Herausgeber und seine Helferinnen und Helfer alle Fakten und Daten, die für Dahme bedeutsam waren und sind, akribisch zusammengetragen und geordnet haben. Besonders begeistert hat mich, dass die Recherchen bis in die graue Vorzeit der Entstehung unseres „Landzipfels“ zurückgehen und dass die Bedeutung der weiteren Epochen – des  Altertums, des Mittelalters und der Neuzeit –  für unseren Ort eingehend beschrieben wird und dass auch die Betrachtung der Gegenwart sehr ausführlich geschieht. Und alles ist in gut verständlicher Form dargestellt und in einem Schreibstil verfasst, der ein angenehmes und leichtes Lesen ermöglicht.
Ich bin der Meinung, das Buch hat fünf Sterne verdient. Ich kann nur jedem, der sich ein umfassendes Bild von Dahme machen will, empfehlen es zu lesen, um später vielleicht sagen zu können: „Wir lieben Dahme!“
Kurt Bartels

Beitrag in den Lübecker Nachrichten zu diesem Buch: Auf das Bild klicken und zu den Lübekcer Nachrichten runter scrollen.


Dahme - mein Lieblingsbad

 

Herr Reinald Hoffsten hat uns seine persönlichen Erinnerungen an die Urlaube der Familie in Dahme in den fünfziger Jahren geschickt.

Er beschreibt die Pension, in der sie gelebt haben, die Hotels und Restaurants und das Strandleben der damaligen Zeit.

Auch wenn sich in den Jahren viel in Dahme verändert hat,  so ist Dahme für ihn immer noch „das Bad der Ferien vom Ich“, mein Lieblingsbad. Vor allem ist Dahme sehr viel größer geworden und die familiäre Intimität damit verloren gegangen -  kein Wunder. 

 

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