De Olen vom Oldenburger Graben

Im Mittelpunkt der historischen Ereignisse laden wir in Grube, im Haus des Gastes, zu einer Ausstellung über die ersten Bewohner unserer Gegend vor 10.700 Jahren ein. Attraktion ist die originalgetreue Replik des "Gruber Schädels" von dem Künstler Alfred Theurer. 

 

Geöffnet Montag bis Donnerstag von 9 - 15 Uhr.

Wer sind "de Olen"?

Im Gebiet des Oldenburger Grabens wurden 1926 bei Koselau und 1932 in der Nähe von Grube archäologische Funde menschlicher Skelette gemacht. Es wurde jeweils nur der Schädel geborgen und an das anthropologische Institut der Universität Kiel übergeben.

 

Dort erfolgte eine Dokumentation und erste Bewertung. Durch Pollenanalyse der in den Schädeln eingelagerten Moorsubstanz geschah eine erste zeitliche Einordnung auf  ca 12.000 Jahre vor unserer Zeitrechnung.

 

Das Ende der Eiszeit

Wann und wie wurde eine menschliche Besiedlung unserer Gegend möglich.

Vor ca. 13.000 Jahren lag unsere Region noch unter einer 500-1000 m dicken Eisdecke.

Kleine Jäger- und Sammlergruppen folgten den Wanderungen der Rentiere und mussten jedes Jahr große Strecken zurücklegen.

 

Erst mit dem Schmelzen und Rückzug der Eismassen  wird Leben und Aufenthalt in dieser Region möglich. Es gibt frühe Fundstellen im benachbarten Raum und im Bereich der Oldenburger Niederung.

 

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Warum das Interesse?

Anfang der 1930-er Jahre gab es nur ungenügende Vergleichsdaten für eine genauere pollenanalytische Datierung. Erst  seit den 50-er Jahren standen Vergleichsdaten aus der Region zur Verfügung, die eine Neubewertung der Untersuchungen von 1932 ermöglichten. 

Dadurch lässt sich eine Zuordnung der Schädelfunde auf ca 10.700 Jahre vor unserer Zeit herleiten.

 

 

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Neubewertung
zeitliche Zurodnung durch Pollenanalyse
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Neue Erkenntnisse

Neben Fortschritten in der Pollenanalytik haben vor allem radiometrische und genetische Methoden zu bahnbrechenden Erkenntnissen in der archäologischen Forschung geführt.

Durch den Vergleich mit neueren Untersuchungen an anderen Funden im nordeuropäischen Raum sind gewisse Schlussfolgerungen möglich:  die Schädelfunde im Oldenburger Graben können  tatsächlich als die ältesten Zeugen einer frühen Besiedlung im nord-europäischen Raum angesehen werden.

Leben vor 10.700 Jahren

Mit dem Ende der Eiszeit/ Anfang einer Warmzeit begann eine 10.000-jährige Zeit günstiger klimatischer Bedingungen, in denen sich die menschliche Kultur entwickeln konnte.

Das Abschmelzen des Eises formte die Landschaft ständig um, was eine hohe Anpassungsfähigkeit forderte. 

Die mobile Lebensweise der Jäger und Sammler erwies sich als erfolgreich.

 

Selbstregulation im Rahmen der natürlichen Kreisläufe und der Zusammenhalt in kleineren Gruppen sicherten das Überleben.

 

Was können sie uns sagen?

Der "Tunnel des Lebens" zeigt die  Gefährdungssituation für den Fortbestand menschlichen Lebens .

Wie konnte die Kultur der Jäger und Sammler beinahe 6000 Jahre überstehen?

Was sind die Grundpfeiler ihrer Lebensweise. Was sind Ihre Werte.

Wie ist Ihr Verhältnis zur Natur ausgerichtet?

Wir fragen die Olen um Rat. 

Die  fiktive Antwort finden sie in der Ausstellung.

 

„Rede des Vertreters der Olen.“



Steinzeitexperten begeistert von der Ausstellung