Dramatische Rettung von 4 Dahmer Jungen in letzter Minute vor dem Ertrinken im Meer
Am 26. April 1966 waren die vier Jungen Jens & Uwe Krüper (Zwillinge) und die Brüder Wolfgang und Bernd Reshöft mit einem kleinen Plastikboot vor Dahme gekentert, etwa 700m vor der Küste (vor dem Restaurant „Zur Hütte“), bei 6 °C Wassertemperatur. Bei dieser Temperatur von ist das Risiko des Ertrinkens oder eines Kälteschocks extrem hoch.
Sie schrien um Hilfe und hatten Glück, dass sie von den Fischern Otto Severin und Julius Barkmann gerettet werden konnten. Das ist jetzt 60 Jahre her und nichts stand darüber in der Zeitung. Uwe Krüper ist diesen Fischern ewig dankbar und möchte gerne eine Gedenktafel oder einen Gedenkstein errichten. Ich habe mich mit ihm am Freitag um 10 Uhr im HdG zu einem Gespräch getroffen.
Uwe Krüper berichtet:
„Mein Bruder Axel hatte ein etwa 3m langes Plastikboot mit kleinem 4 PS Außenborder aus Schweden mitgebracht, mit dem wir schon mehrere Mal in Kanal (Oldenburger Graben) angeln waren.. Dienstag der 26.April 1966 war ein wunderschöner, sonniger und windstiller Frühlingstag. Bei diesem schönen Wetter wollten wir raus auf die Ostsee, trugen es bei Zedano über den Deich und fuhren dann die Küste entlang bis zur Seebrücke vor dem Haus des Gastes.
Dort wendeten wir und fuhren wieder zurück. Ich saß hinten und steuerte das Boot. Die anderen drei saßen vorne auf der Bank und dem Lufttank am Bug als uns das Boot des Aalkönigs Wichmann entgegenkam. Durch die Schwallwogen kam der Motor ins Stottern und blieb stehen. Ich versuchte die ganze Zeit den wieder in Gange zu bekommen. Plötzlich schoss das Boot mit Vollgas wieder los. Der Bug pflügte sich durch das Wasser nach unten und im Nu war das ganze Boot voller Wasser und wir lagen alle im Meer. Wir winkten und riefen laut um Hilfe, etwa 700 m vom Strand entfernt. Sahen wie Menschen aufgeregt auf der Promenade hin und her liefen. Ich rief immer wieder Schwimmen! Schwimmen! Aber das war gar nicht so leicht, mit Schuhen und dicken Kleidern an. Keine Schwimmwesten!
Zum Glück machte sich der Händler Karl-Heinz Kramer (Vater von Axel Kramer) sofort auf den Weg zu den Fischern am Südstrand. Otto Severins Motor war schon eine Woche früher von der Reparatur zurückgekommen und er war mit Julius Barkmann dabei den Motor zu testen. Die beiden machten sich sofort auf den Weg uns zu retten.
Wir waren vielleicht 15-20 Minuten im Wasser als die Rettung kam. An Schwimmen war nicht zu denken, Panik ergriff uns und die Hoffnung war schon weg. Wir hätten nicht länger durchgehalten. Nur wenige Minuten länger und wir wären ertrunken.
Ich bin unendlich dankbar für die Rettung.“
Uwe Krüper möchte deshalb gerne einen Gedenkstein in Erinnerung an die Rettung durch diese Fischer errichten.


