Chronik des Ortes Dahme - Vor- und Frühgeschichte

Urzeit

Wie alles einmal anfing berichtet Reinhold Reshöft in seiner persönlichen Darstellung "In grauer Vorzeit". Es ist dies das erste Kapitel seiner unvollendeten Dahmer Dorfchronik. 

Hier erzählt er von geheimnisvollen Donnerkeilen und Seeigeln, die er als Junge an der Steilküste gefunden hat und von den Dinosauriern und deren Ende.

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Eine andere Geschichte ist die seltsame Wanderung Dahmes (oder des Gebietes um Dahme) von einer Position südlich des Äquators, etwa nordöstlich vom heutigen Madagaskar, bis dahin wo wir heute sind. Diese Reise dauerte 400 Millionen Jahre und wurde durch die tektonische Verschiebung der Erdplatten verursacht. Eine Reise mit 2 cm / Jahr, die immer noch weiter geht.

Heute kann man eine solche Reise in 12 Stunden mit dem Flugzeug machen.

Interessant ist, dass die Gegend um Dahme während dieser langen Reise meistens unter seichtem Wasser lag. Vielleicht manchmal an der Küste einer Insel oder Halbinsel.

Dies wird durch Probebohrungen in Zusammenhang mit der Erdöl/ Erdgas-Prospektierung in der Nähe von Grube bestätigt.

 

 

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Urzeit: Von Madagaskar bis dahin wo wir heute sind?
Beschreibt die merkwürdige Wanderung Dahmes von südlich des Äquators bis zu unserer heutigen Position.
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Reinhold Reshöft: Aus grauer Vorzeit
Von Donnerkeilen und Seeigeln, Dinosauriern und derem Ende und wie alles einmal anfing.
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Eiszeit

Wir haben die Existenz unserer wunderschönen Landschaft den Eiszeiten, insbesondere der letzten, zu verdanken. Wie wir schon vorher gesehen haben lag die Gegend von Dahme in den letzten hunderten von Millionen Jahren meistens in seichten Küstengewässern, nicht tiefer als 200 m. Erst die Eiszeiten haben hier mehrere  hundert Meter Schutt auf geschaufelt. Wie war das möglich? Wie kam der "Kleine Schwede" auf dem Bild hier, ein 24 Tonnen schwerer Findling aus Schweden, hierher?  

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Eine andere interessante Geschichte ist das zweite Kapitel der unvollendeten Dorfchronik Reinhold Reshöfts. Hier erzählt er in seinem unverkennbaren persöhnlichen Stil über die Eiszeit und deren Folgen, vor allem seinen persöhnlichen Erlebnissen mit den Spuren der Eiszeit, wie z.B. dem Katzengold. Spannender als die heutigen "Pokemon"-Jagden mit dem Handy!

 

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Reinhold Reshöft: Eiszeit
Persöhnlicher Bericht zur Eiszeit und ihren Folgen.
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Chronik des Ortes Dahme : Eiszeit
Entstehung des Gebietes um Dahme durch die Eiszeit. Wie der "KleineSchwede" hier her kam.
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Steinzeit

Die Gegend um Dahme war seit dem Rückzug des Eises vor etwa 13000 Jahren durchgehend von Menschen besucht und später auch besiedelt. Zunächst waren es durchziehende Rentierjäger, die hier ihr Sommerlager aufschlugen, dann folgten mesolithische Jäger / Fischer / Sammler (ab ca 8000 v.Chr.) , die auch schon längere Zeit hier wohnten. Insbesondere nach der Bewaldung und der Umstellung von ziehenden Herden zu Standwild, kann man auch von einer mehr oder weniger festen Bevölkerung, vor allem entlang der Küsten ausgehen. Ab ca 4000 v. Chr. folgt dann in der Zeit der neolithischen Trichterbecher/ Megalithgrab-Kultur die Bildung eines ersten Ortes von Bauern und Fischern.

 

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Chronik des Ortes Dahme : Steinzeit
Besiedlung Dahmes von ersten Rentierjägern bis zur neolithischen Megalithkultur.
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Reinhold Reshöft: Die Steinzeit
Das dritte Kapitel in Reinhold Reshöfts Chronik des Ortes Dahme erzählt über die Steinzeit und seine persönlichen Erinnerungen und Erlebnisse mit deren Spuren hier am Ort. "Teufelstein", Feuersteine und Bernstein, um nur einige zu nennen.
1.3 RR Steinzeit.pdf
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Germanen

 

Der Küstenstreifen um die Dahmer Bucht bot ideale Voraussetzungen für die Menschen. Doch warum verschwanden frühe Hochkulturen wie die der Trichterbecher und Hünenbetten? 

Die Indogermanen waren ein Steppenvolk aus dem Gebiet nördlich des Schwarzen Meers. Sie breiteten sich in mehreren Wellen nach Europa und bis nach Indien aus. Ein Teil zog in den Nordwesten Europas und vermischte sich mit der dortigen Bevölkerung. Sie waren Viehzüchter, die schon das Pferd domestiziert hatten, besaßen mit ihren Streitäxten und Bogen überlegene Waffen, vor allem aber hatten sie eine patriarchische Gesellschaftstruktur, die der matriachalischen Ordnung der friedlichen Bauern der Megalithkultur überlegen war. Ab etwa 2000 v. Chr. bildet sich hier in Schleswig-Holstein und in Südskandinavien das Volk der Germanen, die sich dann so langsam nach Süden und Westen ausbreiten. 

Ob wir nun Holsaten (die im Wald/Holz lebten) oder Reudinger (die den Wald rodeten) oder Warnen (Stamm, der in Mecklenburg lebte) waren ist fraglich.  Wahrscheinlich waren wir schon damals "Wagrier", die in der westlichen Ostsee die Küste bewohnten. Wir waren ein Teilstamm der Sueben, der Elbgermanen, im Gegensatz zu den Nordgermanen, zu denen später die Wikinger gehörten. 

Nach der Klimaveränderung - es wurde kälter und nässer - wurde unser Winkel um das Jahr 500 n. Chr.  teilweise entvölkert aber keineswegs völlig verlassen wie andere Landstriche.

 

 

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Chronik des Ortes Dahme : Germanen
Beschreibt wann und wie wir Germanen wurden, was mit unserer Kultur geschah, wie es uns damals ging und wann und warum die Germanen wieder verschwanden.
1.4 Chronik Germanen.pdf
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Slawen

 

Etwa ab dem Jahr 500 dehnten sich die Slawen von ihrem Kernland in der heutigen Ukraine nach Westen in das von den Germanen verlassene Land aus.

Man vermutet, dass die Slawen schon um das Jahr 700 an den Küsten der Dahmer Bucht ansässig waren. Da das Gebiet nördlich von Neustadt dicht bewaldet war, sind sie wahrscheinlich mit Booten über die Mecklenburger Bucht gekommen. Sie haben sich mit den am Dahmer See ansässigen Bewohnern vermischt und deren Namen angenommen (Wagrier = Bewohner einer Meeresbucht).

 

Sie lebten vom Ackerbau und der Viehwirtschaft, sowie dem Fischfang und fanden hier in unserer Gegend ideale Bedingungen. Ihre Lebensweise und Geschichte kann man im Oldenburger Wallmuseum „erleben“. Nach dem "Kreuzzug" gegen die Slawen in der Mitte des 12. Jhds. war unsere Ecke eine Zeit lang ein Rückzugsgebiet der Slawen und wurde erst sehr spät - etwa Mitte des 13. Jhds. - christianisiert. Die Zeit der Slawen in unserem Gebiet erstreckte sich also über etwa 500 Jahre.

 

 

 

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Chronik des Ortes Dahme : Slawen
Wann kamen die Slawen und woher? Wie hat es da in Dahme ausgesehen, wie haben wir damals gelebt? Wie und wann wurden wir christianisiert?
1.5 Chronik Slawen (1).pdf
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