Chronik des Ortes Dahme 1864 - 1945

Preussische Zeit 1867 - 1918

Dieser Abschnitt ist in Arbeit.

Zeittafel:

1840                 Erste Häuser werden für die Aufnahme von Gästen ausgebaut und entsprechende Konzessionen/ Schankerlaubnisse erteilt.

1851                wird ein großer Teil des Ortes durch eine Feuersbrunst eingeäschert.

1853                 Am ersten Juni 1853 teilt der Gastwirt Christan Wulff in einer Anzeige mit: „Vielfachen Anforderungen entsprechend, habe ich mich entschlossen, hieselbst eine Vorkehrung zur Benutzung des Seebades zu treffen und meine Wirthschaft so einzurichten, daß fremde Badegäste unter billigen Bedingungen ein anständiges Unterkommen finden können.“

1855                 In der Topographie von  Schröder/Biernatzki wird Dahme als „ein ziemlich ansehnliches und volkreiches mit 569 Einwohnern sowie3 Wirtshäusern, von denen eines mit einer Seebadeanstalt verbunden ist“ genannt.

1866                 Dampfschiffverbindung zwischen Dahme und Lübeck bzw. Nysted/Nyköping in Dänemark.

1867                 „Besitzergreifungspatent“ – nach über 400 Jahren            unter dänischer Herrschaft werden Dahme und Schleswig-Holstein  preußische Provinz.

 

1871                  am 1. Mai Pflanzung der Friedenseiche in Dahme.

1872                 In der Nacht vom 12-13. November ertrinken in Dahme zehn Personen in der schwersten Sturmflut seit Menschengedenken. 20 Häuser werden von den Fluten dahingerissen und 50 weitere stehen nur noch als Ruinen da. 51 Familien mit 300 Personen werden obdachlos - mehr als die Hälfte der Bevölkerung.

1871-75         Erstellung von 10 Gemarkungskarten für die Gemarkung Dahme (Urvermessung) durch die preußische Administration.

1874-77         Das Zollhaus wird abgerissen (1874) und ein neuer, stärkerer Deich wird gebaut.

1878/79         Bau des Leuchtturms in Dahmeshöved.

1881               „offizielles“ Gründungsjahr des Ostseebades Dahme.

1898               baut Niklaus Rohde die erste Halle am Strand, mit Tischen, Stühlen und Fußboden im Sommer. Er betreibt auch die erste Warmbadeanstalt mit 7 Wannen und Ostseewasser.

1898/99         In Meyers Reiseführer von 1899 wird Dahme als „holsteinisches Dorf an der Ostsee mit 560 Einwohnern und kleinem Hafen“ bezeichnet. „Ein aufstrebender Badeort mit breitem, steinfreien Strand und lebhaftem Wellenschlag, der jährlich von etwa 2000 Gästen (meist Hamburgern) besucht wird.“ Die Kurmittel werden als primitiv bezeichnet. Bäder sind jedoch im Pensionspreis von 3,50 M inbegriffen. Verkehrs-verbindungen: Mit der Eisenbahn über Eutin nach Lensahn und dann im Wagen oder Omnibus in 2 h nach Dahme. Alternativ mit dem Dampfer von Lübeck (3x wöchentlich) oder Travemünde (4x wöchentlich in 3 h).

                               Als Gasthöfe werden genannt: Hotel Hamburger Heim – modernes Haus, Strandhotel – Garten, Gasthof Mumm – Garten, Pension Heinrich Mumm – Veranda und Garten. Pensionen: H. Höppner, Haus Erholung, Zur Linde, Germania, Schidlowsky (mit Seeaussicht), B. Resthöft und Peter Resthöft (beide gelobt), Dahmer Hof, Kitzerau und Villa Elisabeth. Preise 4-4,50 M. Einbooten 50 Pfg. Verbindung wie vorher. Kurtaxe wird erhoben

1899                H.C. Puck gründet einen Kolonialwarenhandel an der Seestr. 16, der 1911 in das Haus an der Seestr. 29 verlegt wird.

1903/04         Paasch-Eyler-Allee

1909/10         In Meyers Reiseführer von 1910 wird schon von 4000 Gästen gesprochen, ruhigem und einfachen Aufenthalt, gute Verpflegung (Hamburger Küche). : Hotel Hamburger Heim (Schöning), Strandhotel  (Kitzerau), Ostseehotel (Mumm), Pensionen Heinrich Mumm jr., Höppner, Zur Linde, Germania, Schidlowsky.

1911                Dampferbrücke wird gebaut

 

1911/12         südliche Uferschutzmauer (spätere Promenade)

1ß14/18        Erster Weltkrieg

 

Die größten Landbesitzer damals waren Marius Friedrich Fick (15%),  Heinrich Fick (12%).  Franz Mumm (Wirt und Großkäthner, 6%), Theodor Hagelstein (Wirt, 6%) und Heinrich Mumm (6%).
Urvermessung der Gemarkung Dahme durch die Preußen 1874

Die größten Eigner waren damals

Fick, Marius Friedrich, Parzellist (15%)

Fick, Heinrich, Parzellist (12%)

Mumm, Franz, Wirth und Großkäthner (6%)

Hagelstein, Theodor, Wirth (6%)

Mumm, Heinrich, Großkäthner (6%)

Resthöft, Friedrich, ½ Hüfner (4,5%)

Prüss, Hinrich, ½ Hüfner (4,3%)

Prüss, Adolf, Kleinkätner (4,1%)

Kruse, Wilhelm ½ Hufner (3,1%)

und Babbe, Franz Heinrich, Wirth und Großkäthner (2,5%).

August Grehn war Ortsvorsteher und Ambauer.

 

Bevor der neue Deich 1874-77 gebaut wurde lief die Dahmer Au ungefähr da wo jetzt das Strandhotel ist in die Ostsee. Die Umleitung über den Dorfteich und den Dahmer See zur Schleuse erfolgte erst danach.

Im Fischerdorf (ünner Dörp - siehe oben) gab es das Haus von Fischer Rohr schon. Andere Besitzer waren:

 

55

Tamm, Adolf, Bäcker und Parzellenbesitzer

Haus mit Garten

59

Hagelstein, Theodor, Wirth; ab 1896/97: Babbe, Karl Wilhelm, Johannes, Gross-Käthner

Haus mit Garten

 

 

 

63

Kitzerau, Friedrich, Fischer und Bödner

Garten 1 ar 23 kvm

64

Babbe, Friedrich, Rademacher u. Anbauer

Garten 1 ar 17 kvm

65

Stark, Johann, Schuster u. Bödner

Hausgarten  1 ar 69 kvm

66

Rohr, Johann, Fischer u. Anbauer

Hausgarten  1 ar 74 kvm

67

Rohr, Johann, Fischer u. Anbauer

Haus/Hof 89 kvm

68

Babbe, Friedrich, Rademacher u. Anbauer

Hausgarten

69

Babbe, Friedrich, Rademacher u. Anbauer

Haus/Hof

70

Babbe, Friedrich, Rademacher u. Anbauer

Haus/Hof

71

Babbe, Friedrich, Rademacher u. Anbauer

Garten

72

Babbe, Friedrich, Rademacher u. Anbauer

Unland

73

Wesseker-Gruber Deichverband

Unland

74

Petersen, Karl, Müller u. Bödner

Unland

75

Erich, Heinrich, Kleinkäthner

Unland


Die große Sturmflut 1872

Dieser Abschnitt ist in Arbeit/ ist geplant.


Wandel vom Fischer- und Bauerndorf zum Ostseebad

Dieser Abschnitt ist in Arbeit/ ist geplant.


50 Jahre Ostseebad

 

Dieser Abschnitt ist in Vorbereitung.

Nazi-Zeit 1933 - 1945

Was geschah zur Machtergreifung in Dahme? Wie war das Leben hier während der Nazi-Zeit? Wann war der Flugzeugabsturz bei der Schleuse? Haben die Engländer wirklich Bomben auf Dahme abgeworfen? Was geschah mit den Leichen der Cap Arkona? 

Welche Kriegsgefallenen hatte der Ort zu beklagen?

Ein Blick auf diesen Zeitabschnitt anhand von Zeitungsausschnitten und Berichten. 

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Chronik des Ortes Dahme: Die Nazi-Zeit 1933 - 1945
Zusammenstellung anhand vonZeitungsausschnitten.
NAZI Zeit 1933-1945.pdf
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